Spendenaufruf: FÜHRERSCHEINE für Geflüchtete in Ausbildung

Zum Glück gibt es immer mehr Geflüchtete, die eine Ausbildung begonnen haben. Besonders die, die in handwerklichen Berufen beschäftigt sind, benötigen einen Führerschein, um unabhängig arbeiten zu können und nicht immer von einem Kollegen zu Baustellen oder Kunden gefahren werden zu müssen. Für diese Auszubildenden ist ein Führerschein allein nicht zu bezahlen und sie haben auch keine Großeltern, die hier aushelfen können.

Spenden bitte an den Verein SICHTBAR ANKOMMEN

Unser Spendenkonto, Volksbank Neuenburg
IBAN: DE47680919000078498102
BIC: GENODE61MHL

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

Projekt Gemeinsam in Vielfalt – Infoveranstaltung „Für die Wirtschaft“

Gute Beispiele, hochkarätige Referenten und neue Netzwerke

Am Donnerstag, dem 22. Juni hatte die Stadt Neuenburg am Rhein im Namen der Projektgruppe „Gemeinsam in Vielfalt – Lokale Bündnisse für die Flüchtlingshilfe“ zur Informationsveranstaltung „Für die Wirtschaft“ geladen und konnte rund 50 interessierte Gäste begrüßen. Das interessante Programm startete mit Good Practice Interviews. Neben der Norbert Schaub GmbH mit Marika Essig konnte der Schlosserei- und Schweißfachbetrieb Spindler mit dem Inhaber Klemens Worszeck gewonnen werden. Gemeinsam mit den Auszubildenden Musa Nijie und Mohamad Zakzak aus Gambia bzw. Syrien berichteten sie über ihre Erfahrungen während der vor einem Jahr begonnenen Ausbildung. Die rundum positiven Schilderungen stießen auf reges Interesse bei den Zuhörern und sorgten für spontanen Beifall, als es um die vielfältigen Leistungen und das Engagement der beiden Geflüchteten, die erst zwei Jahre in Deutschland sind, ging.

Die  darauf folgenden Fach- und Impulsvorträge von Ulrich Schneider (Caritas), Ibrahim Sarialtin (IHK), Götz von Roell (Handwerkskammer) und Sandra Megahed (Integrationslotsen) boten umfangreiche Informationen über den rechtlichen Rahmen  von Ausbildung und Beschäftigung von Geflüchteten, stellten das so genannte „Kümmererprojekt“ von IHK und Handwerkskammer Freiburg sowie die passgenaue Vermittlung  von Geflüchteten vorwiegend in die Metall- und Elektroindustrie durch die Integrationslotsen vor. Vor allem machten Sie die Referenten und ihre Institutionen, die hinter ihnen stehen,  als Netzwerkpartner und Kontaktpersonen greif- und erreichbar. Zukünftig wird es zu einem engen Austausch zwischen der Stadtverwaltung, der Projektgruppe „Gemeinsam in Vielfalt“ und Caritas, IHK, Handwerkskammer sowie Integrationslotsen kommen.

„Gemeinsam in Vielfalt“ – Lokale Bündnisse für Flüchtlinge

„Gemeinsam in Vielfalt“ ist ein 2015 aufgelegtes Förderprogramm des baden-württembergischen Sozialministeriums zur Unterstützung von zivilgesellschaftlichem Engagement. Die Stadt Neuenburg am Rhein bewarb sich und konnte 2016 und 2017 mit einer Förderung von 13.000 bzw. 15.000 EUR punkten. Am 9. Mai 2016, also fast genau vor einem Jahr, startete das Projekt mit einem Initialtreffen unter hoher Bürgerbeteiligung. Im Juni 2016 fand ein Workshop statt, bei dem  vier Arbeitskreis-Schwerpunkte für das weitere Vorgehen definiert wurden: „Unterstützung für ehrenamtliches Engagement“, „Begegnungsraum erleichtert Ankommen“, „Vereine schaffen Verbindung“ und „Arbeit bietet Perspektive“, aus letzterem resultierte die Informationsveranstaltung „Für die Wirtschaft“. Die Ergebnisse aus dem Jahr 2016 sind in der Broschüre „Gemeinsam in Vielfalt Projektbericht 2016“ zusammengefasst, die im Bürgerbüro ausliegt.

Projektgruppe „Gemeinsam in Vielfalt“:  Elvira Riesterer, Reiner Erhard, Renate Weigend, Norbert Baum, Dr. Andrea Kühne, August Walz, Sabine Brendlin

Layla Ahmed – Mein Sozialpraktikum bei der Stadt Neuenburg im Bereich Flüchtlingshilfe

Ich habe mein Sozialpraktikum im Bereich der Flüchtlingshilfe absolviert. In der Praktikumswoche bekam ich einen Einblick in die verschiedenen Unterbringungen der Menschen, dem Asylverfahren, der Versorgung der Kinder der nigerianischen Frauen und ebenfalls wurde mir das Projekt „Gemeinsam in Vielfalt“ vorgestellt. Was ich auch sehr interessant fand, war der Tag an dem ich einen Sprachkurs besuchen durfte. Ich habe wirklich gesehen, dass diese Menschen alles machen um die deutsche Sprache zu lernen und Teil dieser Kultur zu werden.

Abschließend möchte ich sagen, dass mir diese Woche sehr gut gefallen hat, da ich viel über dieses aktuelle Thema erfahren habe. Ich möchte mich nochmal bei den Personen bedanken, die mich diese Woche begleitet haben, sehr offen waren und mir alle Fragen, die ich hatte, beantworteten.

 

Patrick Hofmann – Mein Sozialpraktikum beim Verein „SICHTBAR ANKOMMEN“ in Neuenburg

In der 10. Klasse absolvieren wir ein Soziales Praktikum (sog. SOGY), bei dem vor allem Engagement und Solidarität für hilfsbedürftige Menschen im Vordergrund stehen. Deshalb entschied ich mich für ein Praktikum im Flüchtlingsheim Neuenburg. Ich erhoffte mir durch dieses Praktikum selber ein Bild der Flüchtlingssituation in Deutschland und bei uns in Neuenburg  machen zu können. So bot der Verein „SICHTBAR ANKOMMEN“ den idealen Ort für ein solches  Praktikum. Unsere Ansprechperson, August Walz, bemühte sich stets uns viele und interessante Einblicke in die Flüchtlingsarbeit zu geben. Während des Praktikums besuchten wir unter anderem die Gemeinschaftsunterkunft, die Fahrradwerkstatt, mehrere Anschlussunterkünfte, die Caritas und mehrmals das Rathaus. Zudem konnten wir mit einigen Flüchtlingen und Sozialarbeitern, den Caritas-Mitarbeitern und den ehrenamtlichen Helfern des Vereins  sprechen, so  erhielten wir einen guten Einblick in die Situation der Flüchtlinge in Neuenburg und erfuhren einige interssante Dinge über die Arbeit mit Geflüchtete . Außerdem erhielten wir einen Einblick in den Ablauf der Aufnahme und Integration der Flüchtlinge (z.B. durch das Projekt „Gemeinsam in Vielfalt“). Nicht zuletzt wurde uns bewusst, wie wichtig die freiwillige und ehrenamtliche Flüchtlingsarbeit ist, denn sie ist eine unverzichtbare Hilfe in der Unterbringung und der Integration von Flüchtlingen.